Designlegende Louis L. Lepoix

Der legendäre WIKING-Modellmeister Alfred Kedzierski fühlte die Karosserien, wenn er sie in den Maßstab 1:87 miniaturisierte. Zahlreiche Vorbilder hatte Louis Lucien Lepoix gestaltet – viele Jahrzehnte die graue Eminenz in Sachen Industriedesign! Jetzt erinnern die Traditionsmodellbauer mit einer Themen-Edition an die WIKING Meilenstein-Modelle.  Kaum zu glauben, dass es Louis Lucien Lepoix war, der einst dem TransEuropa-Fahrerhaus des Magirus-Deutz ebenso das prägende Design gab wie dem Henschel HS 14/16 oder dem Schlüter Super 1250 VL. Sogar die Kreidler Florett entstammt dem Designbüro von Lepoix. WIKING miniaturisiert all diese Vorbilder und beleuchtet mit der Themen-Edition „Louis Lucien Lepoix“ das automobile Lebenswerk des Industriedesigners, der in fünf Jahrzehnten immerhin 3000 Produkte realisierte, darunter gut und gerne 300 Fahrzeuge.

Schlüter-Haube in unverwechselbarer Art déco-Manier


Bei WIKING war es Modellbaumeister Alfred Kedzierski, der die Lepoix-Linien zu dessen Lebzeiten 87-fach miniaturisierte und Henschel, Magirus-Deutz, aber auch Kreidler unsterblich machte. Aber auch später fanden Lepoix-Vorbilder ihren Weg in die WIKING-Welt. Die Themen-Edition lässt einmal mehr innehalten, wenn es darum geht, die Automobilchronologie der Nachkriegsjahrzehnte diesmal von der Designseite zu beleuchten. Allein die Schlüter-Haube in unverwechselbarer Art déco-Manier gilt heutzutage als vollendete Design-Ikone, sozusagen ein agrikultureller Traum. Nicht wenige Kenner behaupten, dass sie gar zu den Meisterstücken deutschen Industriedesigns zählt. Seit 1962 gab Lepoix allen Schlüter-Traktoren ihr kraftvoll wirkendes Erscheinungsbild – WIKING ließ den Schlüter Super 1250 VL als Youngtimer 2005 ins Programm fahren. Und sogar einem Autotransporter gab der Industriedesigner seine gefällige Aufbaulinie. Der französische Ingenieur und Formgestalter Louis Lucien Lepoix (1918-1998) gilt heute als einer der produktivsten Industriedesigner, als er 1947 unter dem Namen „Esthétique Technique“ oder „Technisch Künstlerische Beratung“ in Friedrichshafen am Bodensee die ersten Fahrzeuge zu zeichnen begann. 1952 wählte Louis L. Lepoix Baden-Baden als Wohn- und Arbeitssitz. Fortan betreute sein Design-Studio Form Technic International (fti design) die renommiertesten Häuser des Automobilbaus jener Jahrzehnte. Dass in der Rückschau so viele Marken gleichsam aus der gleichen Feder stammten, zeigt, wie wenig die Nutzfahrzeugindustrie auf die eigene Designerkreativität setzte. Dabei war Lepoix gerade im Lkw-Bau für die Ära der kubischen Fahrerhäuser so prägend. Kaum zu glauben, dass er auch die legendäre Kienzle-Parkuhr und das Bic-Feuerzeug auf den ersten Blick wiedererkennbar erschaffen hat.

Die WIKING Themen-Edition enthält folgende Modelle nach Lepoix-Design:

•    Solozugmaschine (Henschel HS 14/16)            1961-65
•    Solozugmaschine (Magirus-Deutz TransEuropaKabine)      1963-71
•    Autotransporter Mercedes-Benz                 1973-80
•    Schlüter Super 1250 VL                    1972-91
•    Moped (Kreidler Florett)                    1958-62

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