Neuheiten in 1:87

• DKW Schnelllaster 3=6 knüpft an alte Tradition an
• Mit dem Büssing 4500 wird WIKING-DNA vitalisiert
• Youngtimer-Schlepper: IHC International 1455 XL
• WIKING baut Flachpritschen sowie Rungenpritschen
• Lebendiger Brückenschlag von Historie zur Gegenwart

WIKING gibt dem traditionsreichen Sortiment der Verkehrsmodelle im Programmjahr 2019 wirkungsvolle Impulse! Es geht um ein charaktertragendes Miniaturspektrum, das immer wieder die Brücke von der eigenen Markenhistorie zur Gegenwart schlägt.  Dabei erleben Sammler überraschende Formenneuheiten ebenso wie attraktive Themenwelten à la WIKING, die sich als ansprechende Modell-Zyklen immer wieder neu ergänzen. Der Traditionsmodellbauer wird auch im Programmjahr 2019 die legendäre modellbauerische Aura mit unverwechselbarer Marken-DNA zu vitalisieren wissen. Ganz vorn rangiert natürlich der Maßstab 1:87, aber auch das nunmehr 50 Jahre alte Programm der Spur N-Modelle erfährt die sorgsame Aufmerksamkeit von Wiking-Modellbau. Beides bedeutet Kontinuität, wie sie die Sammler zu schätzen wissen. Die Marke WIKING steht 2019 weiterhin für ein Höchstmaß an Bekanntheit und traditionsreicher Wertschätzung zugleich, das macht die Jahrespräsentation auf der Nürnberger Spielwarenmesse deutlich.

DKW Schnelllaster 3=6 ergänzt Nachkriegstransporter

Von 1955 bis 1962 wurde der DKW-Schnelllaster als Typ 3 mit einem Dreizylindermotor mit 896 Kubikzentimetern und 32 PS gebaut – jetzt miniaturisiert WIKING den legendären Transporter in 1:87 aus neuen Formen. Nach dem VW T1, dem Ford FK 1000, dem Borgward B611 und dem Tempo Matador gelingt WIKING damit wieder einmal ein historischer Modellbau-Coup. Immerhin gab es den prägnanten Schnelllaster von 1953 bis 1960 schon einmal als unverglastes WIKING-Modell. Der DKW Schnelllaster 3=6 entsteht als Bus und Kastenwagen und schafft damit einen Brückenschlag in die Jahre des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Der DKW Transporter galt als wendiges Fahrzeug für die ersten Transportaufgaben im Liefer- und Verteilverkehr. Das Vorbild wurde auch deshalb als 3=6 bezeichnet, weil sein Motor laut recht mutiger Werbezeilen der damaligen Auto Union „drei Kraftimpulse pro Kurbelwellen-Umdrehung, genau wie beim Sechszylinder-Viertakter“ sicherstellte.

Er ist wieder da: Büssing 4500 aus neuen Formen

Er gehört ohne Zweifel zur DNA von WIKING – der Büssing 4500. 1956 als einer der letzten unverglasten Lkw ins WIKING-Programm gekommen, prägte er noch viele Jahre später in der verglasten Version das Sortiment. Danach war die Form technisch irreparabel verbraucht. Jetzt hat der Sympathieträger des legendären Braunschweiger Frontlenkers mit der charakterstarken Zierleistenspinne an der Stirn einen würdigen, typengleichen Nachfolger! WIKING miniaturisiert den 4,5-Tonner-Lkw aus neuen Formen und schafft damit einen Lückenschluss, der gerade ambitionierte Markenfreunde freuen wird, zumal gerade dieser Typ auf der Wunschliste der nachfragenden Sammler ganz oben rangiert. Dabei halten sich die WIKING-Konstrukteure ganz eng an den bekannten Modellklassiker, so dass die Formensprache von Modellbaumeister Alfred Kedzierski aufs Neue belebt wird. Das Vorbild – zwischen 1953 und 1954 gebaut – stellt WIKING anlässlich der Nürnberger Spielwarenmesse sowohl mit Pritsche, als auch mit Koffer vor. Darüber hinaus macht sich der Büssing mit Getränke-Pritsche für einen weiteren Einsatzzweck nützlich.

Der „Tausendfüßler“ darf sich endlich über Stahlformen freuen

Lange zu suchen brauchten die Modelltraditionalisten nach einem ersten Muster nicht, denn der Mercedes-Benz LP 333 existiert bereits seit über sechs Jahrzehnten im historischen WIKING-Archiv. Der legendäre Modellbaumeister Alfred Kedzierski gab dem 87-fach miniaturisierten Pullman-Frontlenker mit der doppelten Vorderachse schon damals eine Miniaturgestalt – WIKING-Chef Friedrich Peltzer lehnte die Umsetzung dann ab. Jetzt schafft WIKING sichtbare Fakten und lässt den miniaturisierten „Tausendfüßler“ entsprechend dem Kedzierski-Muster aus Stahlformen für die Serie entstehen. WIKING spendiert der Klassiker-Neuheit eine Fernfahrerkabine, so dass imposante Fahrzeuge entstehen. Sichtbar ist bereits der dreiachsige LP 333 als Pritschen-Lkw mit Plane und die dreiachsige Sattelzugmaschine LPS 333 als komplette Neuentwicklung.  Der „Tausendfüßler“ mit doppelter Vorderachse entstand zum Ende der 1950er-Jahre als Notlösung aufgrund der Seebohmschen Gesetze. Nur durch die dritte Achse war es möglich, einen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen zu bauen. 1960 wurde das zulässige Gesamtgewicht für zweiachsige Lastwagen dann wieder von 12 auf 16 t erhöht. Deshalb wurde der LP 333 nur von 1958 bis 1961 gebaut. Es entstanden insgesamt 1833 Fahrzeuge, 354 davon im letzten Produktionsjahr. Der „Tausendfüßler“ von Mercedes-Benz markiert den Beginn der logistischen Wertschätzung von Frontlenker-Lkw, die seinerzeit weit hinter den Haubern zurücklagen. 

Pullman Fernverkehrskabine ergänzt Sortiment 

Lange Zeit stand Daimler-Benz den Frontlenkern äußerst skeptisch gegenüber, wagte dann aber doch Mitte der 50er-Jahre den Schritt hin zu diesem Konstruktionsprinzip. Zu dieser Zeit nahm dann auch die internationale Nachfrage nach Frontlenkerkabinen deutlich zu und verschaffte auch Deutschland steigende Produktionszahlen. Firmengründer Friedrich Peltzer und Modellbaumeister Alfred Kedzierski erkannten früh die Vorteile dieses Konstruktionsprinzips und miniaturisierten die MB Pullman Einzelkabine, die bei WIKING-Freunden im Laufe der Jahrzehnte zur Modelllegende wurde. Jetzt folgt endlich die fernverkehrsübliche Sattelzugmaschine, so dass neue, vorbildgerechte Aufliegervarianten möglich werden. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse stehen erste Schaumuster als zweiachsige Sattelzugmaschine in der Vitrine. Mit der Fernverkehrskabine ergänzt WIKING jetzt die historische Frontlenker-Generation und belebt den historischen Lkw-Typenzyklus.

Zeitgenössische Hauben-Zugmaschinen mit Schwerlastpritsche

Für die beliebten Lkw-Haubenklassiker der 1960er-Jahre hält WIKING künftig eine neue, reizvolle Aufgabe bereit. Sowohl der Magirus S 3500, aber auch die beiden Mercedes-Benz 3500 und 5000 erhalten eine zeitgenössische Schwerlastpritsche, so dass neue Alltagsgespanne für spannende Facetten in der Welt von WIKING sorgen. Ganz in der Anmutung der angestammten Schwerlastpritsche aus der unverglasten Ära, zeigen die feinen Gravuren zwischen den Achsen ein untergebautes Werkzeugfach mit erhabenem Griff über der Klappe. Daneben befinden sich zwei Trittstufen. Die Pritsche verfügt über Holzplankenstruktur. Hinzu kommen drei senkrecht angedeutete U-Profile sowie die Scharniere in schlichter WIKING-typischer Anmutung. Die Aussparung für den Zughaken haben die Konstrukteure ganz in der Gestaltung des damaligen Modellbaumeisters Alfred Kedzierski gehalten und dementsprechend heckseitig ausgespart. Komplettiert wird die Schwerlastzugmaschine auf wechselnden Fahrgestellen mit einer „Dreiecksplane“, die über einen vorbildgerechten Faltenwurf verfügt. Auf diese Weise entstehen zeitgenössische schlüssige WIKING-Klassiker mit der modellbauerischen Aura der 1960er-Jahre.

Zeitgenössische Lkw erhalten neue Gespanne

Wenn es um neue Gespanne geht, weiß WIKING seit jeher Rat. Gerade die Neukombinationen von Fahrgestellen, Fahrerhäusern und Anhängern sorgten im zurückliegenden Jahrzehnt für ausnahmslos vorbildgerechte Lkw-Züge. Sie machen das modellbauerische Lkw-Thema facetten- und spannungsreicher. Zahlreiche Vorbilder fanden erst darum ihren Weg in den Maßstab 1:87. So hat WIKING die modellbauerischen Voraussetzungen geschaffen, damit künftig Flachpritschenauflieger mit Längsbeplankung und Bordwand zum Fahrerhaus gleich mehrere Ausführungen ermöglicht. Für die Einsatzvarianten der 1960er-Jahre verzichtet die Pritsche vorbildgerecht auf die hintere Stoßstange, kann zugleich beliebig mit für zwei- oder dreiachsige Fahrgestelle genutzt werden. Darüber hinaus wird es möglich, die Pritsche durch fünf Rungenpaare mit hängenden Ketten zu bestücken. Die gleichen Optionen mit zwei- oder dreiachsigem Fahrgestell und Rungenaufrüstung bestehen für die Auflieger, die dann über eine heckseitige Stoßstange mit Unterfahrschutzwirkung verfügen. Entsprechende Rückleuchten und Kennzeichen sind bei allen Varianten am Heck graviert.  WIKING-Freunde werden nach dieser Messebotschaft ahnen, welche attraktiven Gespanne in den nächsten Modelljahren für zeitgenössische Lebendigkeit im Sortiment  sorgen werden.  

Einst aus deutscher Produktion: der IHC 1455 XL

Die Landwirtschaft gilt seit nun mehr als 20 Jahren als Themen-Bastion, die WIKING seither mit hohen Investitionen in neue Formen, aber vor allem dank der Sachkenntnis für Landmaschinenhistorie und der Konstruktionskompetenz zu beschleunigen weiß. So lassen die Traditionsmodellbauer einen ausgemachten Schlepper-Youngtimer ins Programm fahren. Mit dem IHC 1455 XL wird der einst in Neuss gebaute Standardschlepper mit Allradantrieb miniaturisiert. Bei dem Typ handelt es sich um den damals größten von International Harvester gebauten Traktor. Es war die IHC-Antwort auf die veränderten Anforderungen in der deutschen Landwirtschaft, die mehr PS und damit größere und leistungsfähigere Schlepper nachfragte. Der letzte IHC 1455XL wurde am 20. Dezember 1996 gebaut. Er war damit weltweit der letzte Schlepper, der von International Harvester konstruiert und noch elf Jahre nach Zusammenschluss mit Case gebaut wurde. WIKING wird im Laufe der Neuheitenvorstellung zwei Typenversionen präsentieren, die sich allesamt über ein zeitgenössisches Landmaschinenspektrum freuen können. Dazu zählt auch die Ausführung nach ausschließlich Case-Vorbild. Während der IHC über den klassischen Raster-Kühlergrill verfügt, besitzt die Case-Ausführung eine flächige Front mit dominanteren Scheinwerfern. Damit sind attraktive Gespanne der 1980er- bis 2000er-Jahre gewährleistet.

Auf die Details kommt es an: Neue Schlauchhaspel für Rosenbauer AT

Bei WIKING kommt es immer auch auf die Ausrüstungsdetails an. Das ist gerade bei den Feuerwehrfahrzeugen sichtbar. So ergänzen die Traditionsmodellbauer die Löschfahrzeuge der Rosenbauer AT-Generation mit einer völlig neuen Schlauchhaspel, deren Vorbilder bereits erfolgreich im Einsatz sind. Die AT-Aufbauten können damit einem weiteren Einsatzzweck als vielseitige Hilfeleistungslöschfahrzeuge der neuesten Generation zugeführt werden. 

Der Volvo Radlader L350H so aktuell wie auf der Baustelle

Dieser Volvo Radlader wirkt auch als WIKING-Modell in 1:87 als wirklicher Gigant und passt damit nahtlos in die Reihe aktueller Baustellenfahrzeuge der neuesten Generation. So realisiert WIKING den L350H, der vorbildgetreu und funktionsgerecht die Ladebewegungen nachvollziehbar macht. Der neue Radlader mit Volvo-Kraft unterscheidet sich zum serienbekannten Vorgänger durch die völlig neu gestaltete Antriebseinheit. Dazu zählen die hintere Motorhaube, aber auch der Aufstieg und die beidseitige Kabinenplattform. Neben der bekannten Ladeschaufel kommt für eine weitere Variante eine Geröllschaufel hinzu. Der Radlader steht in der jahrzehntelangen WIKING-Chronologie von bemerkenswerten Baustellenfahrzeugen, die sich seit jeher einer großen Beliebtheit und Akzeptanz erfreuen. Der topaktuelle Volvo-Radlader knüpft an diese Tradition nahtlos an. Der L350H ist die kompakteste Maschine in dieser Größenklasse und bildet eine komplette Einheit, bei dem Maschine, Hubgerüst und Anbaugerät ein dynamisches Ganzes bilden. Geballte Kraft, intelligent genutzt. Er gilt auf der Baustelle als schnell, schonend und stabil. Ein widerstandsfähiger Radlader, der die härtesten Arbeiten erledigt und große Leistungen erbringt, rund um die Uhr, Tag und Nacht. 

Februar-Auslieferung mit spannungsreichen Neuheiten

Mit dem türkisen Tempo Matador als Tiefpritsche und dem verkehrsblauen Magirus Sirius mit Aral-Aufsatztank geht WIKING schon mit der Februar-Auslieferung ins Modelljahr 2019 – Authentizität bleibt auch in Zukunft der Leitgedanke. Ebenso fahren erstmals der Scania 111 als Kofferhängerzug sowie die letzte Generation des Magirus Eckhaubers als Betonmischer vor. Premiere feiert der Mercedes-Benz L 408 im hoheitlichen Auftrag der Bereitschaftspolizei genauso wie die neueste Generation des MAN TGM Euro 6 mit Rosenbauer-Feuerwehraufbau. WIKING unterstreicht auch im neuen Programmjahr gern die Kontraste und so stellen die Traditionsmodellbauer die Mercedes-Benz E-Klasse in der Avantgarde-Version vor. Topaktuell präsentiert sich der Abschleppwagen in ADAC-Farben, der auf der neuesten Fahrgestellgeneration des MAN TGL Euro 6 erscheint. Und weil WIKING sein Spezialisten-Knowhow immer wieder in aufwendigen Miniaturen realisiert, rollt der Claas Lexion 770 Terra Trac mit Raupenlaufwerk auf die Felder. In der Modellpflege gelingt es den Traditionsmodellbauern, das gesamte Spannungsfeld von Klassikern bis zum Youngtimer zu miniaturisieren. Dazu erscheint der Lanz Bulldog mit Dach und erhält bei Bedarf den altgedienten Allgaier-Einachsanhänger. An die 1950er-Jahre erinnert der Mercedes-Benz 300 in stilvoller Farbgestaltung. Zeitgenössisch wunderschön gestaltete Gardinen lassen den Panoramabus des Mercedes-Benz O 319 im Auftritt der Wirtschaftswunderjahre erscheinen. Außerdem folgt der Porsche 904 GTS dank attraktiver Zweifarbgestaltungen genauso wie der Opel Commodore B, den selbstverständlich ein schwarzes Vinyldach ziert. Die 1960er-Jahre lassen ebenso grüßen, wenn der Magirus 100 D7 als Koffer-Lkw in Bastert-Optik vorfährt. Und weil der Chemikaliensattelzug mit dem kubischen Fahrerhaus des Mercedes-Benz 1620 immer wieder die WIKING-Freunde erfreut, zeigt er sich diesmal in der Gestaltung von Walhalla Kalk. 

Eindrücke von der Spielwarenmesse


Zurück